Vielleicht ein Traum,
der mich beseelt und atmen lässt,
doch ohne Zweifel traumhaft,
ist sie.
Vielleicht ein Wunder,
das mich lebend und auch glaubend machte,
doch ohne Zweifel wunderschön,
ist sie.
Vielleicht ein Leben,
das uns als Einheit schuf und sterben ließ,
doch ohne Zweifel lebenswert,
mit ihr.
Vielleicht ein Ende,
das ist am Horizont der Zeit - dort!
Doch ... ohne Zweifel endlos,
sind wir.
Mittwoch, 30. Januar 2013
Montag, 17. Dezember 2012
Spaziergang durch die Allee.
Zweitausend Schritte durch den weißen Schnee, der unter meinen Stiefeln knirschte. Ich hatte sie gezählt.
Die Lichter der Straßenlaternen schienen eher liebevoll als notgedrungen durch die Zweige der laubverlassenen Bäume und fielen mir so demütig vor die Füße, dass ich sie nicht treten wollte. Wer bin ich denn, dass ich Lichter trete, die mir den Weg zeigen? Also schritt ich ganz sanft, ganz bedächtig, so dass auch die Schneekristalle leiser flüsterten. Und so ging ich weiter, weiter um die Ecken der Häuser, in andere Straßen, in der der Wind wieder mit anderer Stimme heulte. Sein Heulen glich dem einer Loreley, zu der man sich, angezogen durch liebliche Klänge, hinbegibt und völlig fasziniert die Welt um sich herum vergisst. Nur vergaß ich meine Welt nicht. Gekleidet in Weiß und Eis schenkte sie mir Frieden, der meine Seele auch in dunkler Nacht, zu später Zeit, wiegte wie ein Waisenkind. Und so drang auch nicht die Kälte des Winters zu mir hindurch. Obwohl ich sie spürte, auf meiner Haut, weit unter der dicken Jacke, war sie nicht kalt. Nein, sie fühlte sich so angenehm an, wie ein kühles Bett im Sommer, welches den verschwitzten Körper erfrischt. Die Kälte und der Wind und die Lichter - sie bargen mich in meinem Spaziergang durch die Allee, die sich über meinem Kopf verzweigte, wie ein schützendes Dach. Wahrgenommen von einem unruhigen Geist, mit düsterer Miene, hätten sie wahrscheinlich das Spazieren ungemütlich gemacht, doch nachdem ich zweitausend Schritte durch den weißen Schnee gelaufen war, der unter meinen Stiefeln geknirscht hatte, wusste ich - der Winter ist nur so kalt, wie das eigene Herz.
Die Lichter der Straßenlaternen schienen eher liebevoll als notgedrungen durch die Zweige der laubverlassenen Bäume und fielen mir so demütig vor die Füße, dass ich sie nicht treten wollte. Wer bin ich denn, dass ich Lichter trete, die mir den Weg zeigen? Also schritt ich ganz sanft, ganz bedächtig, so dass auch die Schneekristalle leiser flüsterten. Und so ging ich weiter, weiter um die Ecken der Häuser, in andere Straßen, in der der Wind wieder mit anderer Stimme heulte. Sein Heulen glich dem einer Loreley, zu der man sich, angezogen durch liebliche Klänge, hinbegibt und völlig fasziniert die Welt um sich herum vergisst. Nur vergaß ich meine Welt nicht. Gekleidet in Weiß und Eis schenkte sie mir Frieden, der meine Seele auch in dunkler Nacht, zu später Zeit, wiegte wie ein Waisenkind. Und so drang auch nicht die Kälte des Winters zu mir hindurch. Obwohl ich sie spürte, auf meiner Haut, weit unter der dicken Jacke, war sie nicht kalt. Nein, sie fühlte sich so angenehm an, wie ein kühles Bett im Sommer, welches den verschwitzten Körper erfrischt. Die Kälte und der Wind und die Lichter - sie bargen mich in meinem Spaziergang durch die Allee, die sich über meinem Kopf verzweigte, wie ein schützendes Dach. Wahrgenommen von einem unruhigen Geist, mit düsterer Miene, hätten sie wahrscheinlich das Spazieren ungemütlich gemacht, doch nachdem ich zweitausend Schritte durch den weißen Schnee gelaufen war, der unter meinen Stiefeln geknirscht hatte, wusste ich - der Winter ist nur so kalt, wie das eigene Herz.
Mittwoch, 14. November 2012
Lebenssinn.
Des Atmens Würde
liegt im vollendetem Stoß,
seine einz'ge Bürde
in seines Herzen Schoß.
Da Selbstverständlichkeiten
wechseln nie die Sicht,
gilt es sie zu streiten,
sie zu schmelzen in dem Licht
der Liebe zum Momentenglanz!
Für sie zu morden alles Starre,
und nicht zu ehren,
noch mit Rosenkranz,
und wenn die Zeit einmal verharre,
wag' ja nicht zu beschweren!
Entschwere alle Flüsse
deines Fühlens - gib dich hin!
Spüre jeden dieser Küsse
durch des Wesens Lebenssinn.
liegt im vollendetem Stoß,
seine einz'ge Bürde
in seines Herzen Schoß.
Da Selbstverständlichkeiten
wechseln nie die Sicht,
gilt es sie zu streiten,
sie zu schmelzen in dem Licht
der Liebe zum Momentenglanz!
Für sie zu morden alles Starre,
und nicht zu ehren,
noch mit Rosenkranz,
und wenn die Zeit einmal verharre,
wag' ja nicht zu beschweren!
Entschwere alle Flüsse
deines Fühlens - gib dich hin!
Spüre jeden dieser Küsse
durch des Wesens Lebenssinn.
Freitag, 19. Oktober 2012
Sternenlichter.
Zieht die Welt zum Atmen aus,
und nimmt sich Zeit sich auszuruh'n,
fühlt der Stern sich wie zuhaus
und hat die Kraft das Licht zu tun.
Trotz des Dunkels dass ihn birgt,
trotz der Stille, die ihn nährt,
gibt er Welten - rückgewirkt -
was der Kern im Herz begehrt.
Kehrt die Welt zum Schaffen heim,
und bildet Wesen wundergleich,
sich gleichend sind sie insgeheim,
voll Sternenlichte immerreich.
und nimmt sich Zeit sich auszuruh'n,
fühlt der Stern sich wie zuhaus
und hat die Kraft das Licht zu tun.
Trotz des Dunkels dass ihn birgt,
trotz der Stille, die ihn nährt,
gibt er Welten - rückgewirkt -
was der Kern im Herz begehrt.
Kehrt die Welt zum Schaffen heim,
und bildet Wesen wundergleich,
sich gleichend sind sie insgeheim,
voll Sternenlichte immerreich.
Sonntag, 30. September 2012
Under waters.
Under waters, close enough to drown,
changing tides, and I'm still going down,
never wanted, never cared,
ever haunted, unprepared
for those with hollow eyes,
bringing darkness- true advice -
to my illusion, like a war
which I loved and waited for.
Could you dare and swallow blood
of our all-devouring, deadly flood
made of lies and great denial?
Do you wanna stand this trial?
All I've got, it fades away,
but the strength to face the day,
all I've lost, no matter what,
is everything I've never got.
You're never gonna drown my voice,
and under waters you'll hear the noise
of thruth, and tides are gonna freeze,
and this is when I'll seize
your heart and put it in my chest,
then we are one - at our best.
Then we can rise, out of the sea,
then we can breathe - and we are free.
changing tides, and I'm still going down,
never wanted, never cared,
ever haunted, unprepared
for those with hollow eyes,
bringing darkness- true advice -
to my illusion, like a war
which I loved and waited for.
Could you dare and swallow blood
of our all-devouring, deadly flood
made of lies and great denial?
Do you wanna stand this trial?
All I've got, it fades away,
but the strength to face the day,
all I've lost, no matter what,
is everything I've never got.
You're never gonna drown my voice,
and under waters you'll hear the noise
of thruth, and tides are gonna freeze,
and this is when I'll seize
your heart and put it in my chest,
then we are one - at our best.
Then we can rise, out of the sea,
then we can breathe - and we are free.
Montag, 24. September 2012
Abendhimmel.
Sich
zu senken unter Sterne,
trotz des Aufwinds, schnell gefasst,
sich zu stürzen in den Schoße
unsern Lebens Wunderrast.
Und gelandet einmal, wieder fliegen
scheint so selbstverständlich leicht,
wieder küssen, wenn gewartet,
ist im Warten unerreicht.
Doch wie heilig, wenn es brennt!
Wenn das Lichte mundwärts scheint,
und Hand in Hand sich Kaiser heben,
ist Ausgesproch’nes ungemeint.
Denn das Edle liegt im Wesen,
und im Feuer, wenn es wärmt,
wie oft hab ich – als ich mich senkte –
von deinem hellen Stern geschwärmt?
trotz des Aufwinds, schnell gefasst,
sich zu stürzen in den Schoße
unsern Lebens Wunderrast.
Und gelandet einmal, wieder fliegen
scheint so selbstverständlich leicht,
wieder küssen, wenn gewartet,
ist im Warten unerreicht.
Doch wie heilig, wenn es brennt!
Wenn das Lichte mundwärts scheint,
und Hand in Hand sich Kaiser heben,
ist Ausgesproch’nes ungemeint.
Denn das Edle liegt im Wesen,
und im Feuer, wenn es wärmt,
wie oft hab ich – als ich mich senkte –
von deinem hellen Stern geschwärmt?
Sonntag, 9. September 2012
Das Auge des Sturms.
Es gibt Zeiten, in denen wir an allem zweifeln.
Wir zweifeln an unserer Liebe, wir zweifeln an unserer Freundschaft, wir zweifeln an unseren Leidenschaften, an unserem Wissen, unseren Meinungen, unseren Fähigkeiten - wir zweifeln letztendlich an uns selbst. Es gibt Zeiten des Selbstzweifels. Es sind Zeiten, in denen wir nicht dasselbe fühlen wie sonst, es ist abnormal; irgendetwas kann nicht stimmen. Wir suchen nach Ursachen, finden sie nicht, stempeln unsere Gefühle ab, verbannen sie, wollen sie am liebsten verbrennen - und das nur, weil sie nicht so stark sind, wie sonst.
Es gibt in allen Bereichen unseres Lebens ein ständiges Auf und Ab. Wir müssen dies einsehen und akzeptieren. Trotzdem bleiben unsere Empfindungen ständig bei uns, das können wir nicht leugnen. In Zeiten des Zweifelns liegt es an uns: Geben wir auf? Kämpfen wir?
Osho hat es einmal so formuliert: "Vertrauen entsteht, wenn wir an unseren Zweifeln zweifeln."
Das heißt, sind wir uns unserer eigenen Zweifel unsicher, wissen wir, das wir vertrauen. In Zeiten des Zweifels sollten wir vertrauen. Dann sehen wir, ob es sich lohnt zu kämpfen, oder ob es sich lohnt, aufzugeben. Ich bin der Einzige, der über mein Leben bestimmt. Ich kann bewusst kämpfen, oder etwas loslassen. Ich bin das Auge des Sturms. Ich bin ruhig, während der Sturm wütet. Es geschieht alles um mich herum, nur ichselbst bleibe unangetastet. Ich bleibe ganz, selbst wenn alles um mich herum verwüstet wird.
Diese Ruhe wird durch Vertrauen geschaffen. Tiefes Vertrauen.
Wir zweifeln an unserer Liebe, wir zweifeln an unserer Freundschaft, wir zweifeln an unseren Leidenschaften, an unserem Wissen, unseren Meinungen, unseren Fähigkeiten - wir zweifeln letztendlich an uns selbst. Es gibt Zeiten des Selbstzweifels. Es sind Zeiten, in denen wir nicht dasselbe fühlen wie sonst, es ist abnormal; irgendetwas kann nicht stimmen. Wir suchen nach Ursachen, finden sie nicht, stempeln unsere Gefühle ab, verbannen sie, wollen sie am liebsten verbrennen - und das nur, weil sie nicht so stark sind, wie sonst.
Es gibt in allen Bereichen unseres Lebens ein ständiges Auf und Ab. Wir müssen dies einsehen und akzeptieren. Trotzdem bleiben unsere Empfindungen ständig bei uns, das können wir nicht leugnen. In Zeiten des Zweifelns liegt es an uns: Geben wir auf? Kämpfen wir?
Osho hat es einmal so formuliert: "Vertrauen entsteht, wenn wir an unseren Zweifeln zweifeln."
Das heißt, sind wir uns unserer eigenen Zweifel unsicher, wissen wir, das wir vertrauen. In Zeiten des Zweifels sollten wir vertrauen. Dann sehen wir, ob es sich lohnt zu kämpfen, oder ob es sich lohnt, aufzugeben. Ich bin der Einzige, der über mein Leben bestimmt. Ich kann bewusst kämpfen, oder etwas loslassen. Ich bin das Auge des Sturms. Ich bin ruhig, während der Sturm wütet. Es geschieht alles um mich herum, nur ichselbst bleibe unangetastet. Ich bleibe ganz, selbst wenn alles um mich herum verwüstet wird.
Diese Ruhe wird durch Vertrauen geschaffen. Tiefes Vertrauen.
Wenn ich falle.
Wenn ich falle, schau mich an,
ich werde lächeln, wenn ich kann,
werde singen, hinab im Wind,
dass ich liebe, dass wir sind,
dass wir sterben mit der Zeit,
es ist nichts für Ewigkeit,
der Moment ist Edelstein,
lass ihn unbezahlbar sein!
Trag' ihn um den Hals,
dass ich ihn sehe und falls
ich dann falle - aus den Wolken als ein Held,
hilf mir fliegen, um zu leben, in den Himmeln dieser Welt!
ich werde lächeln, wenn ich kann,
werde singen, hinab im Wind,
dass ich liebe, dass wir sind,
dass wir sterben mit der Zeit,
es ist nichts für Ewigkeit,
der Moment ist Edelstein,
lass ihn unbezahlbar sein!
Trag' ihn um den Hals,
dass ich ihn sehe und falls
ich dann falle - aus den Wolken als ein Held,
hilf mir fliegen, um zu leben, in den Himmeln dieser Welt!
Montag, 13. August 2012
Melodie.
Ich singe oft. Dann lasse ich mein Herz, meine Stimme sprechen. Dann ist die Musik meine Melodie. Doch manchmal schreibe ich. Dann sind die Worte meine Melodie. Sie soll klingen; nicht nur in meinem, sondern auch in deinem Ohr soll die Melodie meiner Worte widerklingen.
Als ein Sänger ist es meist schwierig, die Melodie der Stimme mit der der Worte zu synchronisieren und zu harmonisieren, doch schafft man dies, so ist der Klangraum dieser Melodie so resonant, dass sie ins Herz trifft.
Werde empfänglich! Werde empfänglich für Melodien von Worten, von Musik, von Bildern und von Atemzügen. Lausche der Melodie des Atmens. Sie ist der Grundakkord deines Alltags, deines Lebens! Fang an zu lauschen und dann zelebriere ihn wie im Crescendo. Dann lasse den Bass der Worte, den Sopran des Augenblicks dazu treten und du wirst dem größten Konzert deines Lebens gegenüberstehen...
-Das Sonnenlicht drang in sein Auge wie der Pfeil eines Liebesgottes und verlieh ihm Wärme die sich, wie ein Fegefeuer, Hoffnung schenkend auf sein Herz legte. Ein Lächeln kam auf seine Lippen. Die Lider schließend umarmte der den Moment, als würde er ihn nicht mehr gehen lassen, doch schon voller Sehnsucht nach dem nächsten, atmete er ein und roch die sanfte Sommerluft. Der Duft von Gras blies seine Sorgen weg, wie ein freundlicher Orkan und betäubte seine Gedanken, nur zum Zweck des gegenwärtigen Genusses. Er öffnete die Augen. Sein Blick schoss in den Himmel und erhaschte eine einzelne Wolke, die federhaft gezupft an der Sonne vorbeizog und sie noch scheinbar dankend küsste. Ein Vogel schlug mutig mit den Flügeln und schwebte über seinen Kopf hinweg. Sein Atem strömte weich aus der Nase. Allmählich wurde er von einer Woge schier unerschöpflichen Glücks erfüllt, den Augenblick des Dasein gekostet zu haben. Zu dieser Sekunde war er Mensch.-
...Eine kleine Geschichte, die in 3 Sekunden abläuft. Das ist die Relativität von Schnelligkeit.
Das ist die bewusste Melodie. Lausche sie...
Als ein Sänger ist es meist schwierig, die Melodie der Stimme mit der der Worte zu synchronisieren und zu harmonisieren, doch schafft man dies, so ist der Klangraum dieser Melodie so resonant, dass sie ins Herz trifft.
Werde empfänglich! Werde empfänglich für Melodien von Worten, von Musik, von Bildern und von Atemzügen. Lausche der Melodie des Atmens. Sie ist der Grundakkord deines Alltags, deines Lebens! Fang an zu lauschen und dann zelebriere ihn wie im Crescendo. Dann lasse den Bass der Worte, den Sopran des Augenblicks dazu treten und du wirst dem größten Konzert deines Lebens gegenüberstehen...
-Das Sonnenlicht drang in sein Auge wie der Pfeil eines Liebesgottes und verlieh ihm Wärme die sich, wie ein Fegefeuer, Hoffnung schenkend auf sein Herz legte. Ein Lächeln kam auf seine Lippen. Die Lider schließend umarmte der den Moment, als würde er ihn nicht mehr gehen lassen, doch schon voller Sehnsucht nach dem nächsten, atmete er ein und roch die sanfte Sommerluft. Der Duft von Gras blies seine Sorgen weg, wie ein freundlicher Orkan und betäubte seine Gedanken, nur zum Zweck des gegenwärtigen Genusses. Er öffnete die Augen. Sein Blick schoss in den Himmel und erhaschte eine einzelne Wolke, die federhaft gezupft an der Sonne vorbeizog und sie noch scheinbar dankend küsste. Ein Vogel schlug mutig mit den Flügeln und schwebte über seinen Kopf hinweg. Sein Atem strömte weich aus der Nase. Allmählich wurde er von einer Woge schier unerschöpflichen Glücks erfüllt, den Augenblick des Dasein gekostet zu haben. Zu dieser Sekunde war er Mensch.-
...Eine kleine Geschichte, die in 3 Sekunden abläuft. Das ist die Relativität von Schnelligkeit.
Das ist die bewusste Melodie. Lausche sie...
Donnerstag, 14. Juni 2012
Der Immerwache.
Treu dem Tag ergeben,
scheute er die Nacht,
und wollt' er Schlaf erleben,
zog er in die Schlacht.
Munt'ren Blicks so lebt' er,
"immerwach" so nannt' man ihn,
ruhelos - so war er doch,
konnt' niemals seiner Treu' entflieh'n.
Ergab er sich dem Herren neu,
neue Schelte war der Preis,
schwörte er erneut die Treu',
geschlagen ward er von dem Greis.
So fragt' er voller Schmerzen:
"Oh Tag, du Vaterland und Liebe,
warum schadst du meinem Herzen?"
Doch der Herr tat weiter Hiebe.
Eines Tages sprach der Tag,
zum Diener noch im Lachen:
"Verdienen tust du Schlag um Schlag,
und hörst nicht auf zu wachen.
Du glaubst, du könntst mich preisen,
und Nacht dir so ersparen?
Wir beide sind zwei Waisen,
ergänzen uns seit Jahren.
Willst du zum Weisen werden,
so nimm uns beide gleich,
Nimm alles an auf Erden,
dann wirst du ewig reich!"
Er fing nun an zu achten,
schlief tief und fest zum Morgen,
dann ward er zum Erwachten,
und lebte ohne Sorgen.
scheute er die Nacht,
und wollt' er Schlaf erleben,
zog er in die Schlacht.
Munt'ren Blicks so lebt' er,
"immerwach" so nannt' man ihn,
ruhelos - so war er doch,
konnt' niemals seiner Treu' entflieh'n.
Ergab er sich dem Herren neu,
neue Schelte war der Preis,
schwörte er erneut die Treu',
geschlagen ward er von dem Greis.
So fragt' er voller Schmerzen:
"Oh Tag, du Vaterland und Liebe,
warum schadst du meinem Herzen?"
Doch der Herr tat weiter Hiebe.
Eines Tages sprach der Tag,
zum Diener noch im Lachen:
"Verdienen tust du Schlag um Schlag,
und hörst nicht auf zu wachen.
Du glaubst, du könntst mich preisen,
und Nacht dir so ersparen?
Wir beide sind zwei Waisen,
ergänzen uns seit Jahren.
Willst du zum Weisen werden,
so nimm uns beide gleich,
Nimm alles an auf Erden,
dann wirst du ewig reich!"
Er fing nun an zu achten,
schlief tief und fest zum Morgen,
dann ward er zum Erwachten,
und lebte ohne Sorgen.
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