Samstag, 3. Februar 2018

Versprechen.

Ich hab den Dämmerwolken
ein Versprechen mitgegeben.
Und ich denke fest daran
während es auf den zarten Rücken
aus meiner Fassung gleitet;
Hab es gesprochen für meine Füße,
die oft nicht tragen wollen
aber müssen
und gesprochen für meine Finger,
die sich so oft ausstrecken
und so oft nur in den Wind.
Ich habe es gesprochen mit einer Stimme
die ihre Wurzeln in die feste Erde schlug
um emporzuzweigen 
und mich zu umwachsen mit meinem Wort.
Was ich verspreche,
wird mich sicher nicht schützen,
es wird mich nicht bergen vorm Feuer
und mir Dunkelheit nicht ersparen;
Doch wird es mich läutern
und dafür sorgen,
dass ich nicht zu grünem Glas erstarre
wenn man mich ruft
zum Ort, wo alles plötzlich Sinn macht.
Und so verspreche mir und allem:

Ich werde meine Liebe nicht verstecken.

Freitag, 2. Februar 2018

Shepherd.

am not asking for a favor
my lily-livered lover
not asking to be good
not asking to be there
just waiting for a sound
no loath and no lair.

what about your dedication?
seen you smile from all across
the place where we first met
it was a tender one
and all my fences gone
for then you were my shepherd.

now sittin' here at night
listenin' to the music
hittin' me the most
feelin' so fuckin' blessed
that I got to know you -
will you ever feel
nearly as loved?

and out of that emotion
wanna still the waiting
wanna feel it fading
so everything remaining
is made out of devotion.

Dienstag, 9. Januar 2018

Fantasie.

Es ist ein Ort, wo fall'nde Sterne
in ihrer Laufbahn nicht verglüh'n,
wo alle Vögel trotz der Kälte
nie von ihren Ästen flieh'n,
wo der Duft aus allen Blüten
haftenbleibt und nicht verblasst
und man den Auf- und Untergang
der roten Sonne nie verpasst.

Es ist ein Ort, wo wir uns treffen,
um uns ewig anzuschau'n,
wo wir uns fassen voller Glut,
um flüsseweise Eis zu tau'n,
wo ich nichts sage und du horchst,
du alles weißt, bevor ich's ahn'
und es egal ist, was wir sind,
ob Wunder, Wetter oder Wahn.

Das ist ein Ort, den ich nun sehe,
ich sag dir: es ist Fantasie.
Dieser Ort, noch ist er nirgends,
wär' besser jetzt, als wär' er nie!

Fragen.

Es ist die Frage, die ich nicht frage,
nach Gefühlen, die du nicht willst,
die mehr schmerzen, als der Schmerz
der Stille, den du nicht stillst.

Mittwoch, 3. Januar 2018

Lunatics.

In unendlichen Kreisen
verschwimmen
die Mondsüchtigen
zu einem Traum,
der mit der Strömung
tanzt und
über ihnen:
die blassglänzende Droge
mit ausgedehnter Wachsamkeit.
Durch die Ringe des Saturn
tauchen
und selbst
Phobos und Deimos spielen
- stellare Gefühle auf Erden.

Samstag, 30. Dezember 2017

Flut.

Es wäre der seichteste Anfang
Das glorreiche Finale:
Zwei, die sich in ihrem Verlorensein
verloren glauben
Sich schenken:
das rettende Gefundenwerden
(worauf zu hoffen so naiv
und doch so unausweichlich ist)

Denn die unentdeckten Wunden
möchten sich geheilt wissen
Und die wachtrockenen Augen
möchten mehr schlafen denn je

Und egal was er auch sagt
ich glaube es
ich halte es
ich atme es
Und ich bete, es ist die Flut
Und nicht die Ebbe

Freitag, 15. Dezember 2017

Ufer.

Zu deinem Puls werfe ich den Kopf zurück
Und mit geschlossenen Lidern
Das Ziehen im Herzen spüren
Das Zittern im Nacken
Die Nässe zwischen den Schulterblättern
Tropenwärme im Sekundentakt.
Du bist der Alarm.
Und aus dem ermüdeten Schlaf
Fallen: in deinen wachsamen Blick.
Und er so oft auch abgewendet
wovor?
(Daran hat sich mein Mund schon gewöhnt)
So oft auch kehrst du zurück
und dann
Die Weite im Herzen spüren
Die Wärme bis zu den Füßen.
Und das Ufer in deinen Augen.

Sonntag, 26. November 2017

Gefangenschaft.

Gefangen sind wir im Wollen
zwischen uns im Jetzt
und uns im Dann.
Und diese Gefangenschaft ist
der Inhalt unseres Lebens.
Frei ist der, der nicht mehr will,
nicht weg vom Jetzt,
nicht ins Dann,
weil er nicht weiß, was es birgt
und was es sonst verspräche.
Und dieses Freisein nennen wir Erleuchtung
oder Seligkeit
und wir machen es
zum unantastbaren Mysterium.
Und so weinen wir über die Dunkelheit
in unserem Schatten,
obwohl wir ihn selbst werfen,
sowie wir in der Sonne stehen.

Lux Aeterna.

Du könntest mein Entdecker sein
mein froststarres Gras mit deinen
heißblütigen Sohlen tauen und
atmen lassen
Ich könnte dein Bett sein
und du
nie erwachen solang
der flackernde Himmel
vorüberzieht
Und wir
vor dem ewigen Licht
mit verwobenen Fingern
ausgebreitet
zwischen allen Horizonten
hilflos vor der Zeit
Und hinter alledem
niemand der suchte
sondern finden ließ


Samstag, 25. November 2017

Sollbruchstellen.

Ich bin ein Selbstzerstörergeist
und ich finde meine Sollbruchstellen
noch bevor die tiefsten Gründe beben
schlagen meine Ozeane Wellen
Ich bin so treudumm wie ein Hund
laufe hinter Herrscherbeinen her
geb mich hin dann her dann auf
geb viel zu viel und immer mehr
Ich bin eine Seifenblase
voll Fantasie schweb ich dahin
Du bist der bittersüße Dorn
dem ich jetzt ganz ergeben bin
Du bist das Alles meiner Träume
und du reißt mich aus der Nacht
Du bist die Leere aller Worte
die mich schweigend rasend macht
Du bist der Gott zu dem ich bete
Du bist die Sünde die mich straft
Ich bin der Sklave der dich trägt
zu lang schon durstig ohne Kraft